Schonzeiten und Mindestmaße NRW 2026 - alle Fische im Überblick

In NRW hat der Hecht vom 15. Februar bis zum 30. April Schonzeit, der Zander vom 1. April bis zum 31. Mai. Das Mindestmaß beträgt 45 cm für Hecht und 40 cm für Zander. Zum Angeln in Nordrhein-Westfalen brauchst du einen gültigen Fischereischein. Alle Schonzeiten und Mindestmaße nach der Landesfischereiverordnung NRW findest du in der Tabelle unten – Vereine und Gewässerpächter können strengere Regeln festlegen.

Tabelle mit Schonzeiten in Nordrhein-Westfalen

FischartBeginn SchonzeitEnde Schonzeit
(Atlantischer) Lachs
Ganzjährig geschont
(nur Rheinhauptstrom, ohne Nebengewässer) 01.10. (Anfang Oktober)01.03. (Anfang März)
Äsche
01.03. (Anfang März)30.04. (Ende April)
Bachforelle
20.10. (Mitte Oktober)15.03. (Mitte März)
15.05. (Mitte Mai)15.06. (Mitte Juni)
Bitterling
Ganzjährig geschont
Erlitze
Ganzjährig geschont
Europäischer Stör
Ganzjährig geschont
Finte
Ganzjährig geschont
Groppe
Ganzjährig geschont
15.02. (Mitte Februar)30.04. (Ende April)
Meerforelle
Ganzjährig geschont
Nase / Näsling
01.03. (Anfang März)30.04. (Ende April)
Quappe
Ganzjährig geschont
Seeforelle
20.10. (Mitte Oktober)15.03. (Mitte März)
Seesaibling
20.10. (Mitte Oktober)15.03. (Mitte März)
Steinbeißer / Seewolf
Ganzjährig geschont
01.04. (Anfang April)31.05. (Ende Mai)

Zuletzt geprüft am 12. Juni 2026 – Quelle: Landesfischereiverordnung NRW (LFischVO)

Tabelle mit Mindestmaßen in Nordrhein-Westfalen

Fische, die die in der Tabelle angegebenen Mindestmaße nicht erreichen, dürfen nicht entnommen werden. Sie gelten als noch nicht ausgewachsen und müssen nach dem Fang unverzüglich zurückgesetzt werden. Diese Maßnahme stellt sicher, dass die Tiere mindestens einmal in ihrem Leben die Möglichkeit zur Fortpflanzung haben, was für den Erhalt der Arten von entscheidender Bedeutung ist

FischartEntnahmemaß Min.Entnahmemaß Max.
Aal50 cm-
Äsche30 cm-
Aland25 cm-
Bachforelle25 cm-
Barbe35 cm-
Hecht45 cm-
Karpfen35 cm-
Nase30 cm-
Schleie25 cm-
Seeforelle50 cm-
Seesaibling30 cm-
Zander40 cm-

Zuletzt geprüft am 12. Juni 2026 – Quelle: Landesfischereiverordnung NRW (LFischVO)

Angeln in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen, das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands, ist ein wahres Paradies für Angler. Hier findest Du eine beeindruckende Vielfalt an Gewässern – von ruhigen Seen über lebhafte Flüsse bis hin zu den bekannten Kanälen. Die vier großen Wasserstraßen, Dortmund-Ems-Kanal, Rhein-Herne-Kanal, Wesel-Datteln-Kanal und Datteln-Hamm-Kanal, beherbergen zahlreiche Fischarten wie Hecht, Karpfen, Zander und Barsch, die jedes Anglerherz höherschlagen lassen. Doch das ist längst nicht alles, was NRW zu bieten hat. Auch unzählige Seen und Fließgewässer laden Dich dazu ein, Deine Angel auszuwerfen und die Natur zu genießen.

Der Bleibtreusee in der Nähe von Köln ist vor allem für seinen reichen Karpfenbestand bekannt. Ganz in der Nähe liegt der Liblarer See, eine ehemalige Braunkohlegrube, die heute inmitten des Naherholungsgebiets von Brühl ein idyllisches Angelerlebnis bietet. Der beeindruckende Biggesee mit seiner riesigen Wasserfläche von rund 700 Hektar gilt als Geheimtipp für kapitale Fänge – egal ob Raub- oder Friedfisch. Wer es auf Forellen abgesehen hat, sollte unbedingt die Versetalsperre südöstlich von Lüdenscheid besuchen. Hier, inmitten einer herrlichen Landschaft, kannst Du Deinem Hobby nachgehen und den Alltagsstress vergessen.

Der Möhnesee, oft auch „Westfälisches Meer“ genannt, beeindruckt mit einer Tiefe von bis zu 32 Metern. Hier sind vor allem Hechte, Aale und Brassen zu Hause – ideale Bedingungen für Sportfischer. Der Heddinghauser See mit seinen leicht zugänglichen Ufern ist ein Hotspot für Karpfenangler. Hier kannst Du Exemplare fangen, die über 20 Pfund wiegen. Ein weiteres Highlight ist der Unterbacher See bei Düsseldorf, ein ehemaliger Baggersee im Naturschutzgebiet. Hier tummeln sich Hechte, Barsche und verschiedene Weißfischarten – ein Traum für jeden Angler.

Ein besonderes Erlebnis bietet die Sechs-Seen-Platte nahe Duisburg. Dieses Gebiet umfasst den Wolfssee, Masurensee, Wambachsee, Böllertsee, Wildförstersee und Haubachsee. Die Seen sind untereinander verbunden, weisen eine beeindruckende Tiefe von bis zu 20 Metern auf und werden von zwei sauberen Bächen gespeist, was für eine exzellente Wasserqualität sorgt. Während der Haubachsee unter Naturschutz steht und Angeln dort verboten ist, sind die anderen Seen echte Anglerparadiese. Hier kannst Du Döbel, Schleien, Rotaugen und Rotfedern fangen – ein Highlight für alle, die die Ruhe der Natur schätzen.

Der Rhein, einer der mächtigsten Flüsse Europas, bietet eine unglaubliche Vielfalt. Mit über 60 Fischarten, darunter Raubfische wie Hecht und Wels sowie Friedfische wie Barbe und Brasse, ist er ein Revier, das kaum Wünsche offen lässt. Auch die Ruhr, ein Nebenfluss des Rheins, begeistert mit rund 25 verschiedenen Fischarten. Dieser Fluss ist besonders bei Petrijüngern beliebt, da er nicht nur eine tolle Fischvielfalt, sondern auch malerische Landschaften bietet.

Ganz gleich, ob Du ein erfahrener Angler bist oder gerade erst anfängst – in Nordrhein-Westfalen findest Du garantiert Dein persönliches Angelparadies.

Wer sich im Detail zu den Schonzeiten und Mindestmaßen in Nordrhein-Westfalen informieren möchte, kann die nachfolgenden Link nutzen:

Disclaimer: Die angegebenen Schonzeiten und Mindestmaße in Nordrhein-Westfalen wurden  von unserem Team nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass alle Informationen vollständig oder aktuell sind, da sich gesetzliche Regelungen ändern können. Wir haben die offiziellen Angaben am 12. Juni 2026 überprüft. Bitte informiere Dich vor Ort über die geltenden Bestimmungen, um sicherzugehen.

Häufige Fragen zu Schonzeiten und Mindestmaßen in NRW

Wann hat der Hecht Schonzeit in NRW?

Der Hecht hat in Nordrhein-Westfalen vom 15. Februar bis zum 30. April Schonzeit. In diesem Zeitraum darf er weder gezielt beangelt noch entnommen werden – ein versehentlich gefangener Hecht muss sofort und schonend zurückgesetzt werden. Ab dem 1. Mai darfst du wieder auf Hecht angeln, sofern er das Mindestmaß von 45 cm erreicht.

Welches Mindestmaß gilt für Zander in NRW?

Das Mindestmaß für Zander beträgt in Nordrhein-Westfalen 40 cm, gemessen von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse. Zander unter 40 cm müssen unverzüglich zurückgesetzt werden. Zusätzlich gilt für den Zander eine Schonzeit vom 1. April bis zum 31. Mai, in der er ganz geschont ist.

Braucht man einen Angelschein in NRW?

Ja, zum Angeln in Nordrhein-Westfalen brauchst du einen gültigen Fischereischein, den du nach bestandener Fischerprüfung bei deiner Gemeinde erhältst. Zusätzlich benötigst du für das jeweilige Gewässer einen Erlaubnisschein (Angelkarte) des Fischereiberechtigten. Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren können einen Jugendfischereischein ohne Prüfung bekommen, dürfen damit aber nur in Begleitung eines volljährigen Fischereischein-Inhabers angeln.